Die unerträgliche Leichtigkeit der Suche nach Milan Kundera

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Ich fuhr die ruhige Straße in Zellhausener Gegend ab. Ich suchte die Rheinstraße. Ich fand nur Sackgassen. Nach einer Parkmöglichkeit hielt ich Ausschau, um wenigstens im Handy-Navi zu gucken.

Ok, ich war also ganz in der Nähe. Ich entschied mich dort zu bleiben, denn direkt daneben war eine Wiese, wo gerade zum Sonnenuntergang viele joggten oder ihren Hund ausführten. Es war lange nicht mehr so warm gewesen. Schließlich war es März und es wurde Zeit, dass wir die Sonne sahen. Ich zog meine High Heels an, obwohl ich wusste, dass ich mich mit Pflastersteinen schlagen muss. Es war eine frische Brise zu spüren.

An den geparkten Autos vorbei sah ich eine Katze die Straße überqueren. Es war schwarz und samtig. Ich schenkte dem Aberglauben keinen Wert, aber immer wenn es passierte, dachte ich die Worte von meinem Englischlehrer Paul. Er war zudem Sänger, Songwriter und Lyriker, selbsternannter Philosoph und vor allem sehr weise.  Begeistert erzählte er, er sei auch nachtaktiv. Das Geheimnisvolle war für ihn, wie für mich, unwiderstehlich schaurig schön. Und: Er fragte mich, von welcher Seite die schwarze Katze immer komme, wenn sie meinen Weg überquerte!? Ich sagte meistens von rechts, selten von links, aber  eigentlich achtete ich nicht so drauf. Denn Aberglaube törnte mich nicht an. Aber ich wusste viel darüber. Ich war mal  jung und interessierte mich für solche übersphärischen Dinge. Spannend war das Thema auf jeden Fall.

Mit dem Gedanken an Paul und seine Worte, lief ich der Katze entgegen. Aber sie lief weg, nachdem sie einen Riesen in schwarz-weißen High Heels wie mich sah, kein Wunder. In die Richtung, in die sie lief war eine Garage. Die war leer und direkt daneben lagen drei Bücher, wie ausgestellt. Daneben lag auch ein Karton. Ich sah schon das Buch von Max Frisch, dass ich unbedingt mal lesen wollte. Aber ich musste mich beeilen und hatte auch noch ein Geschenk in der Hand.

Nachdem ich mit Cindy quatschte, viel mit den kleinen Lukas lachte, kam auch schon ihr Mann. Unbelieveable, aber er backte selbst Pizza. Nein, keine Fertigpizza, sondern eine echte. Gerade angekommen, nahm er es in Angriff. Streifte die Pizzasauce über den Teig und hatte auch schon die Pizzadeko Salami, Käse  etc. parat.

Unten angekommen, liefen wir an dem Karton wieder vorbei. Cindy erzählte mir, dass es ihr Nachbar dahin gelegt hat, weil er es nicht verschenken konnte und darauf wartet, dass es jemand nimmt. Ich verspürte eine Leichtigkeit, die mich im Inneren dazu brachte, auch mal in dem Karton zuwühlen.  Als rufe mich eine leise Stimme zu, dass es etwas Besseres gab, als das von Max Frisch, der schon ausgestellt war. Mit einem Ruck schob ich die ersten Bücher aus der Mitte und sah ein Bild. Zwei Liebende, die sich umarmten. Eine Leidenschaft. Ich las den Titel des von FISCHER-Verlag herausgegebenen Buches und konnte es kaum fassen. So ein Schatz einfach schutzlos in einem Karton verscharren?, dachte ich. Ich nahm es voller Ungläubigkeit und konnte mich gerade noch an der Garagenwand festhalten. Ich wollte es schon immer lesen und vor allem im Originalauflagenformat von  1984. Ich schrie ein wenig. Cindy tat mir Leid. Sie hatte null Ahnung von der „unerträglichen Leichtigkeit des Seins“  von Milan Kundera und lachte erschrocken. Ich umarmte sie und erzählte ihr die Story und dem Film. Und Milan Kundera, der verstand Leidenschaft, Politik und Weisheit im Einklang zu bringen. Den Film hatte ich nur in Ausschnitten geguckt, weil ich unbedingt erst einmal das Buch lesen wollte. Ich erzählte ihr voller Enthusiasmus, dass ich es schon seit fünf Jahren suche und es immer wieder in meinem Gehirnarchiv gelandet sei und ich es vergas. Und jetzt?

Ich hielt es in der Hand und kann es nach 24 Stunden immer noch nicht fassen.

Mit schwarzen Katzen den Weg zu kreuzen hat also gar nicht mit Glück oder Unglück zu tun. Es sind auch nur Katzen, die oberflächlich „unerträglich“ eigensinnig sind, aber in Wahrheit einfach nur mit „Leichtigkeit“ schmusen wollen.

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Das Seligenstädter Pfännchen und die Geldbeutelträgerinnen

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Cindy und ich parkten mit Mühe und Not an dem engen Parkplatz, der mit Eisenstangen jeweils an beiden Seiten markiert wurde. Mein Gott, es standen doch schon die Bäume an den Parkenden und dann auch noch diese Eisenteile hinzustellen war erbärmlich. Erbärmlich nicht, weil ich eine schlechte Einparkerin war. Nicht erbärmlich, weil mein Baby-Golf den Parkpiloten an piepste. Nein, ERBÄRMLICH weil es Staatsgelder waren. Mäuschen, die mit unserem Geist und Körper verdient wurden und laut „Schwarzbuch“ Deutschland, viele Steuergelder an solch sinnlosen und (noch einmal zu erwähnenden Lieblingswort) „erbärmlichen“ Dingen flossen.

Wir saßen im „Zum neuen Schwan“ in Seligenstadt. Es war rustikal und dennoch modern eingerichtet und vor Allem voll von Besuchern. Wir hatten Glück, ein Tisch wurde frei. Direkt am Fenster zur Straße. Perfekt. Wir hatten wirklich eine bonne heur, denn wir sahen uns sehr selten, aber wenn wir uns trafen, war es immer lustig. Wie in damaligen Zeiten unserer „Jugend“.

Ich schaute zwar in die Getränkekarte, aber ich wusste, was ich wollte. Chardonnay weiß tat immer gut vor einer Fleischfresserei. Cindy als typisch gewordene Mama nahm …na..Cola natürlich. Die kamen auch schnell. Vielleicht verging aber die Zeit einfach zu schnell, weil wir schwätzen und uns sowieso viel zu erzählen hatten.

Während Cindy, das Menü Mexico bestellte, dachte ich an den „Seligenstädter Pfännchen“. Es sollte Schweinfilet und Hühnerbrust sein mit Champignonrahm-Klacks und Butter-Spätzle. Ich hasste Butter-Spätzle und Schweinsfilet wollte ich nicht. Ich fragte die Dame No.1, ob ich anstatt das Schweinchenteils auch nur Hühnchenbrüstchen bekommen kann und anstatt die Butterspätzle nur gebratene Gemüse. Sie schrieb auf und sagte: “Ein neues Rezept!“

„Ja, und bitte die Gemüse in Kräuterbutter braten und Sojasauce einspritzen und Knoblauch und Zwiebeln dazu.!“

„Ok.“

„Ah, und bitte scharf!“

Cindy lachte sich danach tot. Ich auch. Die Kellnerin lachte auch und ging.

Dann kam das Essen auch. Es war lecker. Unglaublicher Geschmack des Filets und vor allem die gebratenen Gemüsestückchen. Herrlich.

Da mein Chardonnay schon leer war, kam die Dame No.1 und fragte mich, ob ich noch was zu trinken hätte. Ich sagte nur, dass ich gerne das gleiche hätte. Es war noch früh.

Wir quatschten und lachten einfach weiter. Das Restaurant und die Bar waren mittlerweile überfüllt. Es wurde lauter, aber sehr schöne Atmosphäre.

Nun ja, mein lustiger weißer heißgeliebter Chardonnay kam nicht. Ich wartete.

Es kam nicht.

Dann kam nach ungefähr 25 Minuten die Kollegin  der vorherigen Servicekraft und fragte, ob ich was zu trinken hätte. Ich sagte ihr nichts vom der bestellten weißen Schönheit, weil ich dachte, es wäre vergessen worden und bestellte stattdessen einen Hugo.

Von mir aus das Übliche.

Cindy wollte erstmal nichts.

Wir erzählten weiter, was so die letzten Tage passiert war. Ich ratterte alles runter, da ich in letzter Zeit ziemlich aufgewühlt sei und mich gar nicht mehr vor Männerangeboten retten kann. Wenn die wüssten, dass….

Und wieder kam mein Getränk nicht. Ich habe Verständnis für so Etwas. Schließlich habe ich auch als „Geldbeutelträgerin“ gearbeitet. Aber das war komisch.

seligenstädter pfännche

Es verging eine Stunde, als die erste Kellnerin kam und mich nach einem Getränk fragte. Ich schaute sie etwas an und sagte.

„Nach einer wundervollen Bestellung von einem Chardonnay und einem Hugo, auf die ich jeweils eine Stunde wartete und immer noch habe, vertrage ich jetzt kein Alkohol und ich muss fahren. Geht also absolut nicht. Bringen sie mir doch einfach einen frischgepressten Orangensaft.“, sagte ich und konnte gerade noch ein Lächeln zaubern.

„Frischgepressten haben wir nicht…“, sagte sie, nachdem sie etwas auf ihr Zettel schrieb und es dann wieder durchstrich.

„Dann Mangosaft!?“, fragte ich und schaute Cindy an.

„Auch nicht.“, sagte sie, wieder beim Durchstreichen der aufgeschriebenen Buchstaben auf ihren Zettel.

„Was ist mit Maracujasaft?“, sagte ich und lächelte breiter.

„Ja.“, sagte sie und ging.

Kam nach fünf Minuten wieder. Ich verlangte einen Strohhalm, da Maracujasaft die Zähne angreife. Sie brachte es mir….nicht.

Unglaublich aber wahr, kam die Kollegin der Servicekraft und wollte mir den Hugo nach langer Warterei von ungefähr einer Stunde – servieren- . Ich sagte ihr, dass ich ihn nicht mehr trinken kann, weil ich noch fahren muss.

Sie nahm es widerwillig wieder zurück.

Ungefähr eine Stunde später sagte ich zu Cindy, sie sollte sich was bestellen. Wir schwaffelten ja schließlich sehr lange und da hält auch der beste permanent Lippenstift nicht lange, wenn die Lippen fusselig werden.

Sie setzte ihr breites amerikanisches Grinsen auf und meinte, sie hätte eine Idee.

Kurzer Blickkontakt und die Kellnerin No. 1 kam. Cindy bestellte einen Hugo. Also einen, denn ich wollte und nicht bekam. Wie amüsant es war, konnte mir nur Cindy sagen, weil ich das Gesicht der Dame nicht sah.

„Na, die hat mich aber angeguckt.“, sagte Cindy laut danach „total verarscht!“

Wir lachten. Der Hugo kam. Sie trank ihn mit Genuss. Da sie ja Mama geworden ist, hatte sie sich nicht so oft Alkohol gegönnt.

Ich sagte nur „Hau rein!“

Bei der Zahlung der Rechnung, ließ ich Cindy ihren Teil bezahlen und wartete auf den Rest. Ich wollte einfach mal wissen, ob die Kellnerin No. 1 auch alles richtig aufgeschrieben hat: Ohne die bestellten und zu spät servierten Getränke. Bevor sie alles las, sagte ich ihr alles auf ohne die zwei Getränke. Sie zückte ihren Stift und tat so als überlege sie. Ich sagte es noch einmal auf, wieder ohne die verspäteten Getränke. Sie runzelte die Stirn und wollte etwas sagen :“Aber… !“

„Die anderen Getränke, die nicht kamen oder zu spät kamen, die zählen nicht mit!“, sagte ich und gab ihr das Geld.

„O…“, sagte sie und nahm das Geld. Sagte nicht mal Danke und ging.

Ich lachte mit Cindy noch einmal.

Wir teilten uns einen Kaugummi.

Die leere Verpackung ließ ich auf dem Tisch.

„Ich war noch nie hier Cindy. Es ist schön hier!“

„Ja, tolles Ambiente! Freut mich, dass es dir gefallen hat. Und ein neues Rezept für die Speisekarte hast du auch zurückgelassen!“, antwortete sie wie immer lachend.

„Hauptsache lustig und ……….wir kommen wieder!“, sagte ich ihr mit hochgehobener Augenbraue.

Wir mussten so lachen.

http://www.zum-neuen-schwan.de/

Change Communication

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Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird“, sagte einst Kant. Und ja er hatte Recht. Gerade schreib ich an meiner Thesis. Es geht um Change Management Communication. Changes passieren überall und immer. In Sekunden kann sich alles im Leben ändern. Bloß… wann merken wir es? Wann sind wir so weit es zu akzeptieren? Wie geben wir anderen die Motivation sich zu verändern? Hören sie uns überhaupt zu …..? Oder klicken lieber in facebook rum……

Der Sonnenkönig

From London to Berlin-the textile trash

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Shopping-Time war angesagt. 

textile trashMeine Mädels und ich hatten uns getroffen, um in diesen neuen Geschäft reinzuschauen. Eine von uns kannte es. Sie war in London und hatte es dort entdeckt und erzählte uns, dass man dort alles kaufen könnte. Alles was in ist. Und in Massen.

Massen? Hatten wir nicht genug Massen von H&M Shops, geschweige denn Mango-und ZARA-Invasion. Sie versuchte uns zu überzeugen. Denn dieser Laden ist ganz anders. Da kommt das Trendigste direkt aus London.

Ja, klar!  In Massen!?

Hatte unsere Gesellschaft nicht genug von Massenproduktion, aus armen Ländern importierte Waren zu Spottpreisen und Wühltischaktionen. Never, dachte ich mir. 

Wir hopsten rein. Es war riesig. Über mehrere Quadratmeter tummelten sich unsere Geschlechtsgenossinnen und deren Männer oder Kinder. Kinderwagen wurden hin und her geschubst. Verkäuferinnen wurden angerempelt, die einfach versuchten ein wenig Ordnung in den Chaos zu bringen. Omas kamen in Slow-Motion-Format durch die engen Shopgänge und die Kassen waren voll. Nummeriert mit Zahlen, sagte eine Stimme, welche man besetzen durfte. Wie beim Verkehrsamt oder der Deutschen Bahn. Schön Papers ziehen und abwarten bis die Nummern aufgerufen werden. Dabei waren es nur Klamotten in allen Schnitten, Größen und Farben wie in allen anderen Läden. Ein goldener Streifen da, zwei Fun-Sprüche auf dem Shirt und hier und da mal ein mit Pailleten besetztes Kleid. Das Übliche Textilprogramm. 

Warum die ganze Eröffnungs-Hysterie?

Ich bekam keine Luft mehr. Ich machte den anderen klar, dass es mir eh nicht gut ging und lief rückwärts wieder raus. Mit einer kleinen Anremplung von mehreren kauflustigen Kunden, war ich endlich raus aus dieser Massenveranstaltung. 

Nach einem karamelligen Häagen Dazs Eis und einer fünfzehnminütigen Bahnfahrt mit kleinen pubertierenden „Hollistertaschen“-tragenden Teenagern, war ich endlich zu Hause. 

Und kramte die alte verwaschene und zerrissene Jeans aus dem Colosseum Shop in Berlin von 2004.

Das waren einzigartige Webmuster voller Erinnerungen.

Eine Fischkette und die Wiederentdeckung der Freiheit

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Mein Chef hatte mich zum „Post-Hol-Asi“ ernannt. Ich arbeitete seit drei Monaten und ja es machte keinen Spaß diesem grimmigen Gesicht jeden Morgen auf die Fresse ein „Guten Morgäääähn!“ zu schreien. Aber was tut man alles, wenn man seinen Studium, die Schuhe und die eigene Schrank-Textilienfabrik selbst verdienen muss. Nicht ausgeschlossen die langen Cocktailnächte. Der Mensch und sein Leidensweg in die Statuswelt. Bevor ich wieder ausschweife….ich lief die Darmstädter Landstraße und bog in eine Seitengasse. Sachsenhausen kannte ich sehr gut: Bar-Nächte ohne Ende.

An dem Comicladen sollte ich einen Umschlag abholen. Leider fand ich an dem Haus nur eine Jalousie, die komplett runtergerollt war. Alles grau. An dem Haus war ein Rundbogen, der in einem Hof führte. Ich wusste nicht ob ich richtig war, denn einen Shopnamen gab es nicht. Aus reiner Neugier, wie ich immer so bin, ging ich den Hof hinein und bemerkte ein Schaufenster. Es hatte zwei Schneiderpuppen mit außergewöhnlichen Klamotten aufgestellt. Darunter bestickte Kissen mit einer Aufschrift „Fuck“ oder mit der Form eines Phallus. Da muss ich ja mal reinschauen, dachte ich. Es war ein kleiner Raum mit ein paar Kleiderstücke, die angehängt waren und ein paar Taschen mit entsprechenden Accessoires. Fische und Ketten. Kissen und Schiesser-Boxershorts als Rock genäht. WouW!

Niemand da.

Leonid.

Der Designer des Hauses erklärte mir kurz seine Mode. Seine Stimme war sehr fein und er selbst sehr lustig. Wir unterhielten uns über Farben und Design. Das wahre Paradies befand sich nämlich in dem Atelierraum direkt dahinter. Voller Begeisterung bewunderte ich die Stoffe und Farben. 

Wunderschön.  

Awesome

Plötzlich fiel mir ein, ich hatte vor lauter OfficeHardWork meine kreative Ader total im Stich gelassen. Allein in ein Loch meines Unterbewusstseins vergraben, dass es nur darauf wartete in die Freiheit zu gelangen. Werde ich nie vergessen……ich holte die Post nicht ab. Mein Chef bekam in Papier mit meiner schönen Handschrift die Kündigung und der Bitte um Freistellung. 

  ♥Danke Leonid&Matthias  ♥

 Seitdem ist eure Fischkette der beste Stalker der Welt

DurchGeFöhnt

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Juni. Ich war durchgefeiert. Ausbildungsende. Ich war durchgenuddelt. Mein erster fester unbefristeter Vertrag. Ich war durchgeföhnt. Einfach schön durch mit allen, so dass alles nach Freiheit roch. Endlich die Selbstständigkeit. Nie mehr nach Geld fragen.

Er war so groß wie ich. Ziemlich männlich, denn er zog mich an. Das erste Mal, als wir uns trafen, war vor ein paar Monaten davor gewesen. Er rief mich. Er war neu. Und ich sagte zu. Denn ich wollte ja übernommen werden. Ich werde es nie vergessen, wie er da vor mir saß. Mit ziemlich enger Hose. Ich wusste nicht mehr wo ich gucken soll. Aber noch konnte ich mich beherrschen. Er hatte so eine dominante Ader. Wie ich. Aber wir schwaffelten unentwegt über Politik und Wirtschaft. Wir hatten auch einen inneren Draht zueinander. Mir wurde dabei heiß und ich glaubte in seinen Augen etwas lesen zu können. Lenkte mich ab von der engen Hose.


Nun ja, später saß ich da und war in seiner Abteilung. Ich freundete mich gleich an mit meinen neuen Kollegen, obwohl ich wusste, dass ich in zwei Monaten einen besser bezahlten Job antreten werde.


Jetzt nach genau fünf Jahren schrieb er mir, dass er sich mit mir treffen möchte….und ich denke jetzt wieder an die enge Hose…..